S&B Strategy | Analysen

Wir beschäftigen uns laufend mit den aktuellen Themen und Herausforderungen unserer Fokusbranchen – gerne stellen wir Ihnen unsere Thesenpapiere und Studien zur Verfügung, sprechen Sie uns an:

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Auswirkungen des COVID-19 Virus auf die Bauzuliefer- und Nahrungsmittelindustrie

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  • S&B Strategy hat Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette aus den eigenen Zielbranchen sowie Gesundheitsexperten zu den aktuellen Treibern und Auswirkungen der COVID-19 Krise befragt. Darauf aufbauend hat das Team von S&B Strategy die drei wahrscheinlichsten Szenarien, deren Treiber und Effekte für die Wirtschaft näher beleuchtet und zusammengefasst. Innerhalb der jeweiligen Szenarien wurden Herausforderungen und Handlungsempfehlungen für die Nahrungsmittel- und Bauzulieferindustrie abgeleitet
  • Die COVID-19 Erkrankung stellt ein erhebliches Risiko für das gesellschaftliche Leben dar und wirkt sich deshalb gleichsam auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmen aus.
  • Die globale Ausbreitung des Virus kann nach 5 Phasen unterschieden werden und ist je Land unterschiedlich ausgeprägt. Deutschland und Europa befinden sich zur Zeit in der kritischsten Phase der Entwicklung.
  • Je nach Eigenschaften des Virus selbst und den Maßnahmen zur Eindämmung seitens der Behörden kann von einem V-, einem U- oder L-Szenario ausgegangen werden. Während das V-Szenario eine „Rückkehr zur Normalität“ bereits in wenigen Wochen erlaubt, führt das L-Szenario in eine globale Rezession mit erheblichen Auswirkungen auf deutsche Hersteller.
  • Für Hersteller ergeben sich je nach Szenario geringe bis hohe Effekte seitens der Verfügbarkeit von Rohwaren und Komponenten, der Nachfrageseite und der internen Geschäftsprozesse. Zusätzlich ist verändertes Kaufverhalten seitens der Kunden erkennbar.
  • Hersteller können sich schützen, indem sie sich auf die unterschiedlichen Szenarien einstellen, einen Turn-Around Case detaillieren, COVID-19 Containment Pläne implementieren und freie Ressourcen für die Ausarbeitung und Implementierung „liegen gebliebener Themen“ – sowohl intern als auch in der Marktbearbeitung – nutzen.

Herausforderungen in der Gebäudetechnik

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  • Der Markt für Gebäudetechnik befindet sich im Umbruch, getrieben durch die breite Digitalisierung der Gebäudehülle und steigende Anforderungen an Produkte und Services
  • In der Bauvorbereitung und -ausführung leiden Installationsbetriebe vor allem an der zunehmenden Bürokratie, dem Personalmangel und immer komplexeren Produkten
  • Durch die Komplexität und den Personalmangel wird die Konsolidierung erheblich ansteigen und die Bedeutung großer Installateure als Kunden noch weiter stärken
  • Um überleben zu können, fordern v.a. mittelgroße Installationsbetriebe zunehmend Unterstützung sowohl in der Installationsvorbereitung als auch –ausführung von Herstellern
  • Hersteller, die ihre Kundengruppen detaillierter segmentieren und ihr Leistungsportfolio stärker an deren Bedarfe ausrichten, werden in Zukunft überlegene Wettbewerbsvorteile erzielen

Wachstumstreiber Convenience Food

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  • Convenience Food Umsätze steigen seit 2010 durch verändertes Konsumverhalten – höhere Qualität und Nachverfolgbarkeit der Inhaltsstoffe bieten in Zukunft Wachstumspotential
  • Unternehmen mit klarer Positionierung und aktivem Belegen von „healthy claims“ weisen überdurchschnittliches Umsatz- und EBITDA-Wachstum auf
  • Die Anforderungen hinsichtlich der Transparenz in der Wertschöpfungskette steigen – Hersteller, die diese intern und beim Kunden abbilden können schaffen Vertrauen beim Konsumenten
  • Um weiteres Wachstum zu realisieren sind Hersteller in der Pflicht, Konzepte außerhalb des traditionellen LEH- und Fachhandels zu erarbeiten
  • Differenzierung ist Pflicht, um dem Preiswettbewerb zu entkommen – „healthy claims“ und die Markenentwicklung mit dem Handel sind wesentliche Hebel

Chancen durch die Digitalisierung der Gebäudehülle

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  • S&B Strategy hat über 300 Anwender in Deutschland entlang aller bauausführenden Gewerke hinsichtlich ihrer aktuellen Herausforderungen befragt. Dabei wurden vor allem die Anforderungen an die Installation durch Building Information Modeling (BIM), Drop Shipment und Personalmangel beleuchtet. Ziel der Befragung war es, Ableitungen für die Hersteller der Bauzulieferindustrie in den Segmenten Baustoffe/ Bauchemie, Bauelemente, Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und Service/ Planung herauszuarbeiten und darauf basierend Lösungsansätze zu formulieren.
  • Die Digitalisierung der Gebäudehülle und die damit einhergehende Konsolidierung des Handwerks wird den drei-stufigen Vertrieb durch flexible Preis- und Logistikkonzepte wie On-Time-Baustellenanlieferung nachhaltig verändern.
  • Der Handel wird von Planern und vom Handwerk zunehmend als Bremsklotz der Entwicklung wahrgenommen. Beide wünschen sich mehr Unterstützung seitens der Hersteller hinsichtlich BIM und Produktanwendung.
  • Während die Digitalisierung der Gebäudehülle im Norden in geringerer Ausprägung voranschreitet, sind Anwender im Süden Deutschlands weniger handelsaffin. Anwender der TGA sind am stärksten von der wachsenden Komplexität betroffen, sämtliche Spieler wünschen sich eine umfassendere Unterstützung durch die Hersteller.
  • Für Hersteller der Bauzulieferindustrie ergeben sich neue Umsatz- und Margenpotentiale, welche durch eine aktivere Marktbearbeitung gehoben werden können. Das Verständnis der relevanten Kundengruppen und deren Bedarfe im Einkauf und vor allem in der Anwendung sind hierbei zentral.
  • Hersteller müssen statt einer reinen Handels-Push-Logik stärker einen Pull-Ansatz mit klar abgegrenztem Omni-Channel Vertrieb verfolgen. Konzepte zur direkten On-Time Baustellenanlieferung sowie umfangreiche, produktergänzende Zusatzservices und Tools für Planer und Handwerk werden in den kommenden Jahren zentral für den Markterfolg der Hersteller in der Bauzulieferindustrie sein.

Fensterindustrie 2025

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  • Die Nachfrage nach Fenstern bleibt in Europa weiterhin hoch, das Wachstum wird vor allem durch größere und anspruchsvollere Geometrien sowie PVC-Volumen aus Polen getrieben
  • Der Preisdruck aus Osteuropa und zusätzliche Anforderungen an Logistik und die Ausgestaltung des Produktportfolios werden den Druck auf die Wertschöpfungskette weiter verstärken
  • Fressen oder gefressen werden – Spieler, die über träge Prozesse verfügen und den Markt nicht aktiv bearbeiten, scheiden mittelfristig aus dem Wettbewerb aus
  • Der Konsolidierungsdruck entlang der Wertschöpfungskette steigt, Profilhersteller verfügen über die beste Position aufgrund ihrer Konzentration und vglw. starker Verhandlungsmacht ggü. Zulieferern und Kunden
  • Um in der zukünftigen Wettbewerbsarena bestehen zu können, müssen große Spieler international wachsen und konsolidieren – kleinere Spieler können dies durch Spezialisierung und Fokussierung ausnutzen

Pulverfass TGA

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  • Weiter ansteigender Marktwert, getrieben durch komplexere, vernetzte Produkte und Systeme sowie den Neubau- und Sanierungsdruck
  • Der Preisdruck aus Asien sowie zusätzliche Anforderungen an Logistik und die Ausgestaltung des Produktportfolios werden den Wettbewerbsdruck noch zusätzlich verstärken
  • Die Erosion des dreistufigen Vertriebes und die steigenden Anforderungen im Projektgeschäft (z.B. durch BIM) erfordern schnellere Time to Market Zeiten und flexiblere Vertriebskonzepte
  • Spieler, die über träge Produktentstehungs- und Vertriebsprozesse verfügen und rein das Thekengeschäft des Handels bedienen, können mit der Entwicklung mittelfristig nicht mehr mithalten
  • Um in der zukünftigen Wettbewerbsarena bestehen zu können, sind Hersteller darauf angewiesen, sich entlang ihrer verfügbaren Ressourcen zu spezialisieren oder als Komplettanbieter für Gebäudesysteme zu profilieren

Neue Margenwelt in der Nahrungsmittelindustrie

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  • S&B Strategy hat über 6.000 Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie in insgesamt sechs Sub-Segmenten hinsichtlich ihrer Profitabilität, Umsatz- und Ertragsentwicklung untersucht. Dabei wurde unterschieden zwischen Herstellern ohne spezifischen Fokus auf z.B. Bio und „healthy“ Anbietern, die klar positioniert sind und sich u.a. auf Bio, Vegan und Gentechnikfrei spezialisiert haben
  • Traditionelle Hersteller zeigen im Betrachtungszeitraum zwischen 2011-17 durchschnittlich nur geringe Wachstumsraten von 3,0% p.a. im Umsatz und 2,8% p.a. im EBITDA, Specialty Anbieter wachsen mit jeweils 10% p.a.
  • Abhängig von den betrachteten Sub-Segmenten liegt die durchschnittlich erzielte EBITDA-Marge von Specialty Anbietern deutlich über der von Commodity Herstellern. Insbesondere in den Segmenten Milchverarbeitung, Obst- und Gemüseverarbeitung sowie Fleischverarbeitung erzielen Specialty Anbieter bereits heute nachhaltig deutlich höhere Margen
  • Zentrales Unterscheidungsmerkmal ist die Position in der Wertschöpfungskette sowie der Fokus der Konsumenten. Je weiter der Konsument vom eigentlichen „Rohprodukt“ entfernt ist, desto geringer ist das Interesse an „healthy“ claims
  • Eine „healthy“ Positionierung der Spezialisten ermöglicht diesen sich dem Preiswettbewerb im LEH weitestgehend zu entziehen und so nachhaltig höhere Margen zu realisieren. Zentrales Erfolgskriterium sind klar positionierte Marken, mit denen Konsumentenbedürfnissen nachhaltig und glaubhaft bedient werden können– organisch aufgebaut oder anorganisch gekauft
  • Die Nahrungsmittelindustrie gehört für Finanzinvestoren wieder auf die Investitionslandkarte. Trends wie die Lebensmittelampel werden den Wunsch der Konsumenten nach Transparenz und Nachverfolgbarkeit von Rohstoffen und Zutaten weiter steigern. Specialty Anbieter bedienen diese Anforderungen und bieten dadurch attraktives Wachstumspotential